Hook folgt

Sobald ich weiß, über was ich heute wirklich schreiben will, wird mir auch ein Titel einfallen. Ist ein bisschen wie mit dem Job und dem Zeugnis. Das kann ich auch erst schreiben, wenn ich weiß, was ich in Zukunft arbeiten will. Immerhin hatte ich eine Handvoll Rollen im letzten Unternehmen. Genauso habe ich heute eine Handvoll Themen, über die ich schreiben könnte. Und vielleicht ist genau das mein Thema. Die Handvoll Verwirrung, die dabei entsteht.

Was ist wichtig? Was ist interessant? Was möchte ich in einem Jahr noch lesen? Was bewegt mich wirklich?

Meist weniger, als anzunehmen wäre. Im Grunde bewege ich mich täglich durch ganz unterschiedliche Themen, in Nuancen. Ich lasse mich treiben. Sitze am Abend am Mainufer und lasse die Beine baumeln. Fast fühle ich mich unabhängig. Es ist egal, wann ich heimkomme, jedenfalls mir. Meine Jungs, die eigentlich am Mainufer sitzen müssten, weil es ihr Alter so vorgibt, sind derweil daheim. Sie haben ganz offensichtlich andere Themen.

Mein Thema müsste sein: wie finde ich einen neuen Job. Und, eine Stufe vorher, welchen Job will ich finden?

Und diesem Thema, genau diesem elementar wichtigen Thema, weiche ich aus. Ich müsste jetzt wirklich dringend mein Zeugnis schreiben, weil es niemand in der Firma für mich tun wird. Ich habe dabei die einmalige Chance, es so zu schreiben, dass es mir maximalen Vorteil verschafft. Nicht in Form von „ich schreibe Science Fiction“, sondern in Form von „ich wähle meine Rolle“.

Da ich aktuell nur so eine halbe Idee habe, welche ich Rolle ich wählen will, setze ich diesen Part aus. Ich schreibe kein Zeugnis. Dabei steht es wirklich auf der To-Do-Liste weiter oben als „ich reinige den Schulranzen“ oder „ich melde das Mittagessen für nach den Ferien an“. Alles auch Dinge, die ich erledigen darf. Irgendwo auf einer Skala bei einer „nicht wichtig, nicht dringend“.

Dringend und wichtig wäre der Einstieg. Die Hook. Das Zeugnis. Die Rolle.

Was will ich wirklich?

Nun, ab dem 27. Juli beginne ich ein Coaching, gefördert von der Agentur für Arbeit. Ein Jobcoaching. Um genau diesen Punkt nochmal zu beleuchten. Das Thema, dass mich seit Ende Februar bis Anfang Juni schon zu Höchstformen hat auflaufen lassen. Was will ich werden? In dieser Welt? Wer will ich sein?

Was macht mir wirklich Freude? Was hat mir heute Freude gemacht?

Besonders gut ging es mir heute in Wiesbaden, als ich tolle Geschenke für zwei Freundinnen mit Geburtstag gefunden habe. Als ich im Cafe saß mit Raffael und sehr lecker Kaffee und Kuchen genossen habe. Als ich am Abend mit Heike in Frankfurt war, wir gut gegessen und später am Mainufer gesessen haben. Da ging es mir richtig gut.

Was das jetzt bedeutet für meinen nächsten Job? Gute Gespräche scheinen ein Thema zu sein, sie sind elementar wichtig. Schöne Dinge und Geschenke auch. Vielleicht sollte ich Einkäuferin im Einzelhandel werden. Das könnte mir viel Spaß machen.

Vielleicht sollte ich bis zu Beginn des Coachings aufschreiben, wann ich mich wirklich leicht und fröhlich gefühlt habe. Es sind alles Hinweise auf das Umfeld, in dem ich sein sollte. Weil ich keinen weiteren Job machen kann, in dem ich zwar viele Rollen habe, aber dennoch unglücklich bin. Die Lösung kann nicht sein, möglichst viel zu tun, sondern möglichst das Richtige zu tun.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert