Random. Monatsanfang, und die Miete muss noch überweisen werden. Einen Dauerauftrag einzurichten, für die monatliche Miete, ist mir in 17+ Jahren nicht gelungen. Aus Gründen, die es unabdingbar machen, immer noch hier zu wohnen. Für alle Zeit? Über ein Jahr? Über 17 Jahre? Wird die Miete bald volljährig? Und der Fernseher auch?
Zwei Herzen schlagen in meiner Brust. Und beide wollen schreiben. Einmal mehr öfter als sie es gerade tun. Einmal mehr aus der Ehrlichkeit heraus. Kein Gefummel, kein Getue, kein Geheuchel. Nur sein.
So, wie es ist. Fast Volljährig, kein Dauerauftrag, keine Einzugsgenehmigung, keine Auszugsgenehmigung und kein Plan. Außer, genau nichts zu tun, außer:
Aufzuräumen.
Hinzuschauen.
Durchzuatmen.
Über ein Jahr zu berichten, wie sich Zeit verwebt. Was in aller Zeit geschehen kann. Heute nicht wissend, welche Geschichten ich erzählen werde. Es könnte alles sein, und nichts. Es könnte bedeuten, mir zuzusehen, wie ich genau das tue, was ich so oft getan habe. Nichts. Oder aber, wie ich alles tue, was notwendig ist, um einen Dauerauftrag einzurichten, einen Fernseher zu kaufen und einen neuen Job zu finden, der beides möglich macht. Die Miete zahlen. Den Film weiterlaufen lassen.
Über ein Jahr wird sich entwickeln.
Ich werde zum ersten Mal in meinem Leben bewusst wählen, was ich tun werde.
Also, ich habe natürlich schon das ein oder andere Mal etwas bewusst gewählt. Meist ist mir das nicht leicht gefallen, weil die Auswahl so groß war. Meist wird es dann doch das, was ich kenne. Chocolate Fudge Brownie ist halt immer eine gute Wahl.
Es ist der 4. Juli. Ein ganz normaler Tag, in einem ganz normalen Leben, mit meinen ganz normalen Problemen. Und ich will hinschauen und schreiben, über mein Jahr. Wo werde ich stehen, an einem nächsten 4. Juli? Im Job? Welcher Job? Bin ich glücklich? Zufrieden? Reibe ich mich auf? Gehe ich am Stock? Bin ich müde? Überfordert? Tue ich, was mir leicht fällt? Tue ich, was ich tun muss? Wie erkenne ich, was ich tun muss? Muss ich viel weniger tun, als ich denke?
Es darf immer einen Anfang geben. Meiner ist heute. Ich will nicht behaupten, dass ich glaube, dass ich wirklich ein Jahr lang jeden Tag schreiben werde, aber ich kann mir zumindest vorstellen, dass ich es tun könnte. Weil ich eigentlich alles tun könnte, wenn ich es tun wollte.
Was genau ich tun will, das bleibt herauszufinden. Dafür nutze ich einmal mehr das Medium, dass mir so oft im Leben klare Sicht geschenkt hat. Mein Schreiben.

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