Single-Mom

Aktuell bin ich eine Single-Mom. Sowohl als auch Single.

Ohne Mann und nur ein Kind.

Ohne Mann finde ich jetzt weniger irritierend, daran habe ich mich so gut gewöhnt, dass ich vermutlich einen totalen Kulturschock erleiden würde, hätte ich wieder einen Partner.

Nur ein Kind hingegen ist DIE Mega Herausforderung!

Allen Single-Moms sei gesagt, ich bewundere euch! All der Fokus eines Kindes lastet ungebremst auf euch, tagtäglich. Mir war nicht bewusst, wie intensiv das ist. Ich bin es gewohnt, auf mehreren Ebenen zu kommunizieren, und seit etlichen Jahren habe ich immer schön im Wechsel Kinder um mich, die zu jungen Erwachsenen heranwachsen.

Es ist also ein weites Feld an unterschiedlichen Ansätzen in Gesprächen, in Aufgabenverteilungen, in Selbständigkeit. Und jetzt bin ich – alleine mit einem sechsjährigen, der sich wie Bolle freut, weil er mit mir alleine ist. Mama ist der ungebremste Fokus.

Mama würde sich gerne spontan hinlegen und schlafen, die nächsten 2,5 Wochen am Stück. Und nur zum Essen aufstehen.

Sowieso, das Essen hier auf Kur. Es ist ein normal gutes Essen, nichts außergewöhnliches. Es ist – vor allem, ein Essen, das nicht von mir zubereitet wurde. Ich habe nichts geplant, nichts eingekauft, nichts zubereitet und es ist mir total egal, ob mein Kind das Essen mag oder eben nicht. Für mich bedeutet es gerade, dass ich mehr esse als sonst. Ich tippe darauf, dass ich das tue, weil es so befreiend ist … Ganz klar bin ich mir allerdings noch nicht. Auch nicht, welche Richtung das nehmen wird. Ich hoffe, dieses Gefühl, noch mehr essen zu wollen, lässt wieder nach.

…. 

Essen, schlafen, essen, schlafen, das könnte mir gut gefallen. Das ist allerdings nicht der Plan. Mein Sohn möchte toben, spielen, malen, kuscheln, vorgelesen bekommen … und ich stelle fest, dass es Gründe gibt, warum ich mehr als ein Kind habe. Dieses sich miteinander beschäftigen ist wunderbar. Kinder, die sich mögen, in eigenen Welten abtauchen und die Mama versonnen lächelnd hinter sich sitzen lassen … Ja, das kenne ich!

Mehr als ein Kind zu haben ist ähnlich entspannend, wie arbeiten zu gehen. Arbeiten ist das Beste – das ist die wahre Auszeit für Mütter. Eigene Gedanken sinnvoll aneinanderzureihen und im Gespräch nicht mehrfach unterbrochen zu werden — ACH!

Ich ahne, nach weiteren 2,5 Wochen in Mutter-Kind-Kur bin ich total happy, wenn ich wieder arbeiten darf. Oder wünsche mir Urlaub. Je nachdem. 

Ich beobachte das mal weiter 😉

Meine Erkenntnis lautet jedenfalls, ich bin froh, dass ich mehrere Kinder habe und arbeiten gehe und somit verschiedene Foki mein Leben nenne. Es wäre mehr Malbuch und geruhsamer, mit nur einem Kind und ohne Job. Ich würde das aber kaum länger als zwei Tage aushalten …

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